19 Apr 2017

iPhone 8 und 7s: Apple will drei neue Modelle einführen

Zum zehnjährigen iPhone-Jubiläum plant der Konzern einem Bericht zufolge die Einführung von drei Modellen: Zu iPhone 7s und 7s Plus geselle sich ein ganz neues Spitzenmodell, dessen größeres OLED-Display nahezu die gesamte Vorderseite abdeckt.

Apple bereitet die Einführung von drei iPhone-Modellen für den Herbst vor: Neben iPhone 7s und iPhone 7s Plus will das Unternehmen auch ein frisches Spitzenmodell mit neuem Gehäuse-Design und Bildschirmtechnik vorstellen, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Das bislang meist als “iPhone 8”, “iPhone Pro” oder “iPhone Edition” bezeichnete Gerät setze auf ein nahezu randloses Display, um einen größeren OLED-Bildschirm in einem Gehäuse unterzubringen, dessen Abmessungen dem 4,7”-iPhone ähneln.

Als übliche “S-Modelle” dürften iPhone 7s und iPhone 7s Plus den mit dem iPhone 6 eingeführten Formfaktor beibehalten und sollen auch weiterhin auf LCD statt OLED als Bildschirmtechnik setzen.

iPhone aus Glas mit Edelstahlrahmen
Der Hersteller teste derzeit Prototypen, die auf eine Vorder- wie Rückseite aus Glas setzen, der Gehäuserahmen bestehe – ähnlich wie beim iPhone 4 – aus Edelstahl. Apple habe aber auch ein “einfacheres Design” in der Hinterhand, dessen Rückseite weiter aus Aluminium besteht, merkt die Finanznachrichtenagentur an.

Fingerabdruckscanner soll ins Display
Da das größere Display auch den prominenten Home-Button verdrängt, habe Apple mit der Integration des Fingerabruckscanners in das Display “experimentiert”. Vorerst bleibe aber unklar, ob sich dies umsetzen lässt. Einem vorausgehenden Bericht zufolge hat Apple Schwierigkeiten, die Technik in größeren Stückzahlen zu produzieren. Samsung habe beim neuen S8 ebenfalls vorgehabt, den Sensor in das Display zu integrieren: Aufgrund von Problemen musste dieser aber auf die Rückseite verlegt werden, heißt es.

Apple testet dem Bericht zufolge auch eine neue Anordnung des Dual-Kamera-Systems beim iPhone 8, das statt horizontal – wie beim iPhone 7 Plus – vertikal angebracht ist. Auch für die Frontkamera ziehe Apple erstmals eine Kamera mit zwei Linsen in Betracht. (Quelle: heise.de Leo Becker)

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12 Apr 2017

Angriff durch Office-Dokumente ohne Makros

Ein Angriff auf Microsofts Office-Suite setzt nicht auf vom Nutzer auszuführende Makros, sondern nutzt eine Sicherheitslücke in der Funktion Windows Object Linking and Embedding. Microsoft hat das entsprechende Update am Patch Tuesday freigegeben.

Mirosoft hat im Rahmen des Patch Tuesday eine kritische Sicherheitslücke in Office-Anwendungen geschlossen. Damit war es Angreifern möglich, mit einem manipulierten Dokument Rechner zu übernehmen. Anders als in vielen anderen Fällen ist es für den Angriff nicht notwendig, Nutzer zum Ausführen von Makros zu bewegen. Die Schwachstelle lag in der Funktion Windows Object Linking and Embedding (OLE).
Wenn Nutzer ein entsprechend präpariertes Dokument öffnen, wird im Hintergrund eine HTML-Applikation (HTA) heruntergeladen, die sich als RTF-Dokument tarnt. Die Applikation führt dabei ein Skript aus, mit dem weitere Malware nachgeladen wird. Der vom Nutzer ursprünglich geöffnete Prozess winword.exe wird nach Angaben von Fireeye beendet, um die Aktivitäten der Malware zu verschleiern.

Meist keine Nutzerinteraktion erforderlich

Die Malware produziert offenbar auf manchen Systemen eine Warnmeldung, eine Interaktion der Nutzer sei jedoch nicht erforderlich, wie Proofpoint schreibt. In einigen Versionen von Word müssen Nutzer die Schaltfläche „Bearbeitung aktivieren“ anklicken, bevor die Malware läuft. Die Hürde dürfte jedoch deutlich geringer sein als die Aktivierung von Makros.

Betroffen sind nach Angaben von Microsoft „alle unterstützten Office-Versionen und einige Windows-Versionen“. Wer die eigenen Systeme checken will, findet die Indicators of Compromise hier.

Nach Angaben der Sicherheitsfirma Proofpoint wird ein entsprechender Exploit im Rahmen der Dridex-Botnetz-Kampagne genutzt. Die infizierten Rechner sollen an ein Botnetz mit dem Namen „Botnet 7500“ angeschlossen werden. Welche Aktivitäten das Botnetz ausführt, sagt Proofpoint nicht. Historisch betrachtet war Dridex vor allem im Bankenbereich aktiv.(Quelle golem.de)

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09 Apr 2017

Googles KI lernt auf Millionen Smartphones gleichzeitig

Zum maschinellen Lernen benötigt Google möglichst relevante, also echte Daten. Deshalb wird das Modell für die Android-Tastatur Gboard einfach auf Smartphones angelernt und später auf dem Server zusammengesetzt – eine radikale Abkehr von bisherigen Herangehensweisen.

Die intelligente Android-Tastatur-App Gboard von Google bietet ihren Nutzern einige Vorteile, die auf den Fähigkeiten von maschinellem Lernen beruhen: etwa eine Fehlererkennung, eine bessere Slide-Eingabe oder kontextsensitive Vorschläge der eingebauten Suchfunktion. In seinem Forschungsblog verrät Google nun Details zu der Vorgehensweise des Lernens, die von bisherigen Methoden deutlich abweicht.

Bisher werden die Modelle beim maschinellem Lernen meist auf Servern mit Hilfe eines einzigen riesigen Datensatzes angelernt und anschließend auf den Geräten, wie hier den Smartphones, einfach genutzt. Wie Google berichtet, weicht das Forschungsteam mit dem Ansatz des Federated Learnings für die Gboard-App davon aber deutlich ab und trainiert das Modell direkt auf den Smartphones mit der App.

Das hat vor allem den Vorteil, dass die Daten der Nutzer nicht mehr an Google übertragen werden müssen. Das ist aber nicht nur im Sinne der Privatsphäre der Nutzer relevant, sondern reduziert natürlich auch den Umfang an Daten, die transferiert werden müssen, und spart Google vermutlich noch etwas Rechenleistung.

Das eigentliche Modell der Gboard-App entsteht dabei geräteübergreifend. So werden laut Aussage von Google die lokalen erlernten Veränderungen des Modells als eine Art Update zurück an Google geschickt. Diese Updates werden wiederum gesammelt und verglichen, um wiederum das von allen Smartphones gemeinsam genutzte Modell zu aktualisieren.

Zum Trainieren des Modells wird das von Google selbst initiierte Framework Tensorflow genutzt, das speziell für den Einsatzzweck auf dem Smartphone angepasst worden ist.(Quelle:golem.de)

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07 Apr 2017

Werbung auf Youtube nur noch für größere Kanäle

Diese Änderung dürfte Wirkung zeigen: Ab sofort zeigt Youtube nur noch Werbung auf Kanälen mit mindestens 10.000 Views. Damit sollen unseriöse Anbieter es schwerer haben, an Geld zu kommen.

Ab sofort werden Kanäle auf Youtube erst ab insgesamt 10.000 Views mit Werbung bespielt – was auch bedeutet, dass es vorher kein Geld gibt. Bislang wurde zumindest theoretisch ab dem ersten Zuschauer gezahlt. In ein paar Wochen sollen Kanäle, die die 10.000 Views überschreiten, dann grundsätzlich von den Mitarbeitern des Videoportals untersucht werden. Wenn keine Unstimmigkeiten gefunden werden, kann der Betreiber des Kanals endgültig Mitglied des Youtube Partner Program werden und mit seinen Streams über Werbung dann auch Geld verdienen.

In seinem Creators Blog begründet Youtube den Schritt damit, dass es immer wieder vorkomme, dass die Betreiber von neuen Kanälen auf ein paar schnelle Dollar hoffen, indem sie bei sich interessante Inhalte von anderen Rechteinhabern hochladen. Dieses Geschäftsmodell dürfte durch die Änderungen an Attraktivität verlieren.

10 bis 20 Euro Ausfall

Ein weiterer Grund – den Youtube aber selbst nicht nennt – dürften die aktuellen Probleme mit großen Werbetreibenden wie Coca-Cola und Starbucks sein. Einige Markenfirmen hatten jüngst dagegen protestiert, dass ihre Spots vor Videos mit rassistischen Inhalten oder vor Terror- und Hassbotschaften gelaufen sind, und mit dem Abzug ihrer Werbung gedroht.

Die Regeländerung erschwert den Betreibern von neuen Kanälen das Leben zwar ein bisschen, einen großen finanziellen Schaden haben sie aber kaum. In der Regel rechnen Youtuber mit Einnahmen von 1 bis 2 Euro pro 1.000 Views, so dass die 10.000 Views im Grunde nur einen Ausfall von 10 bis 20 Euro bedeuten. (Quelle:golem.de)

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04 Apr 2017

Telekom führt Zwei-Klassen-Internet ein

Für Mobilfunk-Kunden der Deutschen Telekom klingt die Nachricht erst einmal gut. Der Konzern führt ein neues Angebot ein, bei dem die Nutzung von Musik und Videos nicht auf das mobile Datenvolumen angerechnet wird. „StreamOn“ heißt der neue Service, den Kunden ab 19. April kostenlos dazubuchen können.

Doch die Sache hat mindestens einen Haken: Das Angebot gilt nur für die Inhalte von gut 20 ausgewählten Partnern. Dazu gehören Videoangebote wie YouTube, Netflix, Sky Go, Amazon Prime oder die ZDF Mediathek. Musik können die Nutzer künftig über die Streamingdienste von Apple oder Amazon hören, ohne ihr Datenvolumen zu belasten.

Nutzer von Spotify oder Maxdome benachteiligt

Wer allerdings lieber die „Tagesschau“ statt „Heute“ sehen möchte, Kunde bei Maxdome ist und nicht bei Netflix, Musik bei Spotify oder dem Berliner Anbieter Soundcloud hört, hat Pech gehabt.

Erstaunlich ist vor allem, dass der Musikstreamingdienst Spotify zum Auftakt fehlt. Schließlich hatte die Telekom mit den Schweden 2012 erstmals ein Paket angeboten, bei dem die Daten nicht berechnet werden. Der frühere Telekom-Chef René Obermann saß zudem lange im Aufsichtsrat von Spotify. Warum die langjährige Beziehung nun offenbar nicht mehr ganz so eng ist, dazu wollten sich beide Unternehmen nicht äußern. „Wir sind derzeit im Gespräch mit der Deutschen Telekom“, erklärt eine Spotify-Sprecherin. Laut einem Insider dürften aber vor allem technische Gründe die Ursache sein. Denn bei der früheren Kooperation hatte es auch schon gehakt. So wurde die gehörte Musik nicht auf den Datenverbrauch angerechnet, die Bilder der Albumcover allerdings doch.

Die Telekom rechnet damit, dass bis zum Start noch weitere Partner hinzukommen. Vorbild sind die USA, wo die Tochter T-Mobile bereits seit mehr als drei Jahren ein solches Angebot hat. Inzwischen werden dort die Inhalte von mehr als 120 Partnern nicht auf das Datenvolumen angerechnet. „Wir revolutionieren den deutschen Mobilfunkmarkt“, sagt Telekom-Chef Niek van Damme.

Kritiker monieren Wettbewerbsverzerrung

Als Revolution sehen auch Kritiker den Vorstoß. „Das ist schlecht für den Wettbewerb, denn bestimmte Partner werden bevorzugt und alle anderen diskriminiert“, sagt Markus Beckedahl, Sprecher des Vereins Digitale Gesellschaft. Auch der SPD-Netzpolitiker Henning Tillmann, Vorstandsmitglied des Vereins D64, kritisiert das Angebot als Einstieg in ein Zwei-Klassen-Internet. „Das fördert Monopole und schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland“, sagt Tillmann. Denn der Markt würde durch die im Fachjargon „Zero Rating“ genannte Praxis verzerrt, vor allem auf Kosten von Start-ups.

Die Telekom entgegnet, dass das Angebot grundsätzlich jedem interessierten Partner kostenlos zur Verfügung steht. Beckedahl bezweifelt jedoch, dass kleinere Anbieter dabei gleich behandelt werden. Konstantin Notz, Netzpolitiker der Grünen, fordert eine eingehende Prüfung durch die Bundesnetzagentur. Auch der netzpolitische Sprecher der SPD, Lars Klingbeil, ist skeptisch. „Zero-Rating darf nicht zur Diskriminierung von Diensten führen“, sagt Klingbeil. „Wir müssen uns die Tarife deshalb sehr genau anschauen“.

SPD-Politiker fordert Verbot

Nach der derzeitigen Rechtslage ist das Angebot zulässig. Die EU hatte zwar im vergangenen Jahr Richtlinien zur sogenannten Netzneutralität verabschiedet, die dafür sorgen sollen, dass alle Anbieter im Internet gleich behandelt werden. Dabei wurde das Zero Rating jedoch ausgespart. Einzige Bedingung: Wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist und die Geschwindigkeit gedrosselt wird, muss das auch für die bevorzugten Partnerinhalte gelten. „Wir halten die EU-Regeln zur Netzneutralität ein“, erklärt ein Telekom-Sprecher. Zudem habe der Konzern das neue Angebot auch der Bundesnetzagentur vorgelegt.

Kritiker Tillmann entgegnet, dass man die Entscheidung, welche Inhalte sie nutzen, den Kunden überlassen sollte. Statt einzelne Partner zu bevorzugen, müssten die Mobilfunkanbieter ihr Datenvolumen erhöhen. Tillmann und der SPD-nahe Verein D64 wollen die Anbieter zur Not auch dazu zwingen: Sie fordern ein Verbot des Zero Rating. In den Niederlanden wurde Zero Rating 2016 verboten. In der Folge haben die Telekomanbieter das ihren Kunden zur Verfügung stehende Datenvolumen deutlich erhöht. (Quelle: tagesspiegel.de – OLIVER VOSS)

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